Die diabetische Retinopathie ist eine gefährliche Erkrankung der Augennetzhaut, die durch Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) ausgelöst wird. Unbehandelt kann sie bis zur Erblindung führen. Leider ist die diabetische Retinopathie nicht heilbar. Frühzeitig entdeckt ist es jedoch möglich, den Verlauf der Erkrankung abzuschwächen und manchmal sogar zu stoppen. Bereits eingetretene Augenschäden können dabei nicht rückgängig gemacht werden.

Um einen weiteren Verfall der Sehfähigkeit zu verhindern, umfasst das augenärztliche Behandlungsspektrum mehrere Verfahren, die Dr. Storp in seiner Praxis anbietet. Bewährt ist die Lasertherapie, mit der Dr. Storp sehr gute Erfolge erzielt hat. Eine neue Möglichkeit sind zudem Wirkstoffinjektionen in das Auge, wie sie für die Versorgung der Makuladegeneration üblich sind. Wenn durch die Erkrankung bereits Blut in den Glaskörper des Auges eingedrungen ist, ist eine Vitrektomie erforderlich, die mit einer Laserbehandlung kombiniert werden kann.

Es gibt mehrere Varianten der diabetischen Retinopathie. In ihrer schwächsten Ausprägung, der sogenannten nichtproliferativen Retinopathie, tritt zunächst eine zunehmende Schädigung der Gefäße in der Netzhaut auf. Im fortgeschrittenen Stadium kommt es zu Blutungen und wahrnehmbaren Einschränkungen der Sehfähigkeit. Meist geht daraus die proliferative Retinopathie hervor, bei der neue Gefäße in der Netzhaut gebildet werden. Es kann dabei zu Blutungen in den Glaskörper kommen, wodurch die Sehschärfe plötzlich stark eingeschränkt wird. Zudem droht eine Netzhautablösung, die im schlimmsten Fall eine Erblindung zur Folge hat. Aufgrund der Gefäßschädigungen kann zudem in jeder Phase der Erkrankung eine diabetische Makulopathie auftreten, bei der durch mangelnde Blutversorgung und Wasserödeme der Punkt des schärfsten Sehens (Makula) nachhaltig angegriffen wird. Das führt zu einem deutlich eingeschränkten Schärfesehen bis hin zum völligen Sehverlust.

Mein Tipp

Viele durch diabetische Retinopathie verursachte Augenschäden werden erst bemerkt, wenn die Erkrankung bereits weit fortgeschritten ist. Wurde bei Ihnen bereits Diabetes festgestellt, gehen Sie daher regelmäßig zur Augenkontrolle! Nehmen Sie die Zuckerkrankheit ernst und halten Sie sich an die Diätempfehlungen Ihres Arztes, auch wenn es schwer fällt. Doch eine erfolgreiche Therapie der diabetischen Netzhauterkrankung hängt wesentlich von der Mitarbeit der Patienten und der richtigen Behandlung der Zuckerkrankheit ab. Nur so können wir Ihr Augenlicht dauerhaft erhalten.