Sehfeldveränderung infolge eines Glaukoms

Der Grüne Star (Glaukom) ist eine verbreitete Augenerkrankung, die unbehandelt bis zur Erblindung führen kann. Auslöser ist in der Regel ein zu hoher Augeninnendruck, der den Sehnerv schädigt und dadurch eine allmähliche Einschränkung des Gesichtsfeldes verursacht. Dieses sogenannte Offenwinkelglaukom verläuft chronisch und bereitet keine Schmerzen. Es bildet etwa 90 % aller Glaukomerkrankungen und betrifft rund 1–2 % der Bevölkerung.

Durch ein Glaukom entstandene Schäden am Auge können nicht rückgängig gemacht werden. Die Therapie zielt daher darauf ab, den Augeninnendruck dauerhaft zu senken, um ein Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern. Zunächst erfolgt eine medikamentöse Behandlung. Wenn sich dadurch keine Minderung des Augeninnendrucks erzielen lässt, ist eine Operation unumgänglich. Mehr dazu erfahren Sie hier (Operationen).

Risikofaktoren, welche die Entstehung eines Offenwinkelglaukoms begünstigen, sind neben einem hohen Lebensalter ein besonders niedriger oder stark schwankender Blutdruck, Durchblutungsstörungen sowie bestimmte Vorerkrankungen wie etwa Diabetes mellitus.

Im Vergleich eher selten tritt darüber hinaus das akute Glaukom auf, bei dem das Auge rot anläuft und starke Schmerzen bis hin zu Übelkeit verursacht. Ein solcher Glaukomanfall ist ein medizinischer Notfall und erfordert eine sofortige Behandlung, sonst droht eine dauerhafte Erblindung.

 

 

 




Durch ein Glaukom verursachte Einschränkungen des Gesichtsfeldes werden oft erst sehr spät wahrgenommen. Dann sind jedoch bereits über 70 % der Sehnerven unwiederbringlich zerstört!

Gehen Sie daher ab dem 40. Lebensjahr regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung, um Veränderungen rechtzeitig festzustellen